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07.

2008

Bundesregierung bekam weitere Steuer-DVD angeboten PDF Drucken E-Mail
  

Dem Bundesfinanzministerium ist nach eigenen Angaben eine DVD mit sensiblen Daten deutscher Kunden der Liechtensteinischen Landesbank (LLB) angeboten worden.

Das bestätigte eine Sprecherin des Ministeriums dem ARD-Magazin Panorama. Das Material wurde nach Panorama-Informationen von Hamburger Anwälten offeriert. Diese vertreten den mutmaßlichen Erpresser Michael F., der in der Vergangenheit die Liechtensteinische Landesbank mit eben diesen Daten erpresst haben soll.

Den Panorama-Recherchen zufolge sollen auf der DVD Kontodaten mit einem Volumen von mehr als vier Milliarden Euro gespeichert sein. Es soll sich um mehr als 2000 Datensätze von Kunden handeln, die ihr Geld in Liechtenstein angelegt hatten.

Steuerfahndung Wuppertal informiert

Das Ministerium bestätigte gegenüber Panorama das Angebot. Allerdings sei es nicht zu einer Übergabe gekommen. Das Bundesfinanzministerium habe die Anwälte sofort an die Steuerfahndung Wuppertal verwiesen. Die dortigen Ermittler sind zusammen mit der Staatsanwaltschaft Bochum federführend im aktuellen Steuerskandal.

Die Liechtensteinische Landesbank in Vaduz hatte von 2005 bis 2007 neun Millionen Euro an Michael F. und dessen Komplizen gezahlt und im Austausch dafür bereits mehrere hundert Datensätze zurückerhalten, so die Staatsanwaltschaft Rostock. Für nächstes Jahr sei eine weitere Geldübergabe geplant gewesen. Bevor es dazu kommen konnte, war Michael F. verhaftet worden. Er sitzt derzeit in der JVA Bützow. Die Staatsanwaltschaft Rostock hat gegen ihn Anklage wegen "schwerer gewerbsmäßiger Erpressung" erhoben.