|
| |||||||||
Nach der Niederlage in North Carolina und dem knappen Sieg in Indiana muss Hillary Clinton aussteigen. Das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten kann sie nicht mehr gewinnen. Je länger sie dabei bleibt, desto mehr schadet sie Barack Obama – und hilft John McCain.Es ist vorbei. Der Wettstreit um die Nominierung der Demokraten ist endlich entschieden. Auch wenn Hillary Clinton, noch in ihren Ehrgeiz und die Schimäre vom „Weg ins Weiße Haus“ verkrallt, es nicht zugeben kann: Ihre herbe Niederlage in North Carolina und der denkbar knappe Sieg in Indiana bedeuten unwiderlegbar, dass die übrigen Urwahlen und die dort vergebenen Delegierten das Blatt nicht mehr für sie wenden können. Barack Obama hat mehr Delegierte und Wählerstimmen gesammelt, die Hillary gebraucht hätte, um zu begründen, warum sie im Rennen bleibt. Von heute an zählen nicht mehr die Wähler, sondern die Superdelegierten allein. Ihnen muss Hillary Clinton glaubwürdig erläutern, warum sie in den kommenden beiden Wochen in West Virginia, Kentucky, Oregon ohne jede Chance zu siegen antreten will. Mit dem einzigen Effekt, Barack Obama zu schwächen, zu erniedrigen, Kraft und Geld zu verschwenden – zugunsten von John McCain. Er ist bis auf weniger als 200 Delegierte an die für die Nominierung nötige Zahl herangekommen. Er braucht Superdelegierte, die in den nächsten Tagen ihr Gewicht auf seine Seite werfen und den kräfteraubenden, finanziell ruinösen Wettkampf entscheiden. Zu Großherzigkeit kann sich Hillary noch nicht aufraffen. Doch bald wird sie es müssen. Denn es geht ihr das Geld aus, gleiches gilt für die Geduld der Superdelegierten und somit die Argumente zum Weitermachen. Es heißt, Hillary Clinton plane für den 31. Mai die Zündung der „Atombombe“. Will sagen, sie werde in der Sitzung des Regelausschusses der Demokraten verlangen, dass die Delegierten von Florida und Michigan aus ihrer Verbannung befreit werden und auf dem Parteitag zählen. Es versteht sich, dass sie in beiden Staaten die meisten Delegierten errang.
|


