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Ab Samstagmorgen können die zehn suspendierten Beamten der Feuerwehr Düsseldorf wieder ihrer Arbeit nachgehen: Das gab am Freitag ihr Dienstherr, OB Dirk Elbers, bekannt. Die Disziplinarverfahren gegen die Männer, die Elbers auf facebook kritisiert hatten, stellt die Stadt nicht ein.

Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers hat die Suspendierung der zehn Feuer-Beamten aufgehoben, die ihn auf Facebook persönlich wegen unbezahlter Überstunden kritisiert beziehungsweise diese Schelte gutgeheißen hatten. Das gab Elbers am Freitagmittag auf einer Pressekonferenz im Düsseldorfer Rathaus bekannt: Er werde Feuerwehrchef Peter Albers noch heute informieren, "dass die Suspendierung bis morgen aufgehoben ist", so Elbers. An den Disziplinarverfahren gegen die Feuerwehrleute will die Stadtverwaltung allerdings festhalten.

OB Elbers

Vor der Pressekonferenz hatte sich der OB mit den zehn Männern zu einem klärenden Gespräch getroffen. Sie hatten sich in dem sozialen Netzwerk im Streit um nicht gezahlte Überstunden kritisch über ihren Dienstherrn Elbers geäußert, etwa so: „Erst wenn der eigene Bürostuhl brennt, wird Herr Elbers erkennen, dass man mit Infopavillons keine Brände löscht.“

Die Stadt hatte daraufhin Disziplinarverfahren gegen die Brandbekämpfer eingeleitet und sie suspendiert. Die Äußerungen der Feuerwehrleute hätten den Eindruck erweckt, dass sie "gravierende Schadensereignisse im Rathaus für wünschenswert" hielten, hatte die Stadt argumentiert. Dies habe das Vertrauensverhältnis zu den Mitarbeitern gestört.

Dirk Elbers stand mit dem Rücken zur Wand, weil er für die Suspendierung unter anderem von Gewerkschaften, Ratsopposition, Deutschem Feuerwehrverband und anderen Feuerwehren Kritik einstecken musste . Allen voran forderte ihn NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider auf, die Suspendierungen zurückzunehmen.

Auch nachdem ihm mehrere der Feuerwehrleute ein Entschuldigungsschreiben geschickt hatten , ließ Elbers die Suspendierung zunächst bestehen

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