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Zwei Wochen nach dem Tod des Malers trafen sich seine Freunde in der Stammkneipe

An vielen Stellen hat Jörg Immendorff seine Spuren hinterlassen. Ganz besondere in seiner Stammkneijpe, dem "Weißen Bären". Das der jetzt Engel heißt, störte gestern niemanden. "Hier ist alles so wie früher", sagt Susanne Behr, die bereits seit acht Jahren an den Kunstausstellungen in dem Rock-Lokal teilnimmt. Gestern, zwei Wochen nach dem Tod Immendorffs, trugen seine Freunde und Weggefährten viele Erinnerungsstücke an den großen Künstler zusammen. Immendorff gehörte 1996 zu den Initiatoren der ungewöhnlichen Kunst-Präsentation.

"Es war eine Gemeinschaft, wie man sie heute kaum noch findet." Horst-Dieter Lettmann, Künstler

Mal hatte Immendorff aus einer Laune heraus dem Kellner ein Bild geschenkt, an einem anderen Abend Plakate signiert. Für seinen Kollegen Horst-Dieter Lettmann malte Immendorff "Laudatio Nr.1". "Lettmann gut" steht darauf nebem dem typischen Affen.

Ganz so wie damals ist es dennoch nicht. "Vier von den Künstlern, die 1996 dabei waren, sind schon tot", sagt Lettmann traurig. Neben Immendorff sind Gabi Weber, Don Lenzen und Gerd Boege inzwischen verstorben. "Das waren alles Freunde hier. Eine Gemeinschaft, wie man sie heute kaum noch findet", erinnert sich der Künstler ein wenig schwermütig.

Geblieben ist jedoch die ungewöhnliche Athmosphäre, die Kombination zwischen Kunst und Rock. "Das erste Mal war ich als Besucherin hier und wollte danach unbedingt selbst dabei sein," meint Susanne Behr, "in eine Galerie trauen sich viele nicht herein. Hier kann man einfach sein Bier trinken und mit den Künstlern reden."

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