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Als Michael Schumacher und Sebastian Vettel vor dem eigentlichen Rennen eine Runde über die Strecke drehen, tobt die Arena. Auf der Süd-Tribüne ist der Jubel am größten, Schumi legt kurzerhand den Rückwärtsgang ein und lässt für die Fans sein Auto im Kreis rotieren.

Qualm und quietschende Reifen, dafür sind die Zuschauer am Samstagabend in die Düsseldorfer Arena zum Race of Champions gekommen. Beim Nationen-Wettkampf ging das Team Vettel & Schumacher als Titelverteidiger ins Rennen. Drei Mal in Folge sicherten sie Deutschland bereits den Sieg.

Die Stimmungskurve steigt erst mit den richtigen Stars

Bevor die beiden allerdings loslegen konnten, traten die Fahrer aus England, Portugal, Norwegen und Frankreich gegeneinander an. Die Zuschauer verfolgten die Duelle nur halbherzig – alle warteten auf die Stars des Abends. Auch die vielen leeren Plätze gingen auf Kosten der Stimmung. Laut Arena-Sprecher Rainer Schüler waren 36 000 Fans gekommen, am Sonntag sogar lediglich 27 000. Im Vorverkauf waren bereits 50 000 Karten verkauft worden, demnach lief das Geschäft an der Tageskasse eher schleppend.

Es war kalt in der Arena. Vor allem die Fans auf den teuren Plätzen nahe der Strecke wünschten sich Handschuhe und Mütze. Die Wärme der Decken-Heizstrahler reichte nicht bis in die unteren Ränge. „Ich fühle mich wie im Kühlschrank“, sagte Markus Janineck. Dabei hatte Schumacher am Vortag noch gesagt, wie froh er sei, dass die Wahl für den Austragungsort auf Düsseldorf gefallen sei – eben wegen der überdachten und beheizten Arena. Selbst Kommentator Heiko Wasser froren die Füße ein.

Die Kommentatoren müssen gegen die laute Musik anreden

Ein weiteres Problem war die schlechte Tonqualität. Die Kommentatoren mussten gegen laute Musik anreden. So gingen Erläuterungen zu Fahrern und Gefährten im Gitarrensolo von „Born to be wild“ unter. „Ich verstehe kein Wort. Mein Mann ist jetzt mein Privatkommentator“, sagte Inga Faust.

Nach Pfeifkonzerten der Fans wurde der Ton besser. Gerade noch rechtzeitig zum Auftritt von Vettel und Schumacher. Gegen Andy Priaulx (England) fuhr der siebenfache Formel 1-Weltmeister im Finale einen klaren Sieg heraus. Das Happy End entschädigte die Fans für einen eher durchwachsenen Abend mit Arena-Pannen.

Bei der Einzelwertung am Sonntag sah es für Deutschland aber schlecht aus. Weder Vettel noch Schumacher gewann das Race of Champions. Der Außenseiter Filipe Albuquerque setzte sich durch.

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