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Schwere Vorwürfe gegen Margot Käßmann: Die Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche in Deutschland soll unter starkem Alkoholeinfluss über eine rote Ampel gefahren sein - und wurde von der Polizei angehalten. Jetzt läuft ein Ermittlungsverfahren gegen die Bischöfin.

 

Margot Käßmann gerät massiv unter Druck: Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung soll die Bischöfin amMargot Käßmann vergangenen Samstag betrunken mit ihrem Dienstwagen gefahren sein und dabei in Hannover eine rote Ampel überquert haben.

Wie das Blatt berichtet, stoppten Streifenpolizisten die höchste Würdenträgerin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegen 23 Uhr in der Innenstadt von Hannover. Bei der Kontrolle hätten die Beamten Alkohol gerochen und Käßmann daraufhin einem Atemalkoholtest unterzogen. Das Ergebnis lag laut "Bild"-Zeitung bei etwa 1,3 Promille, einer Kirchensprecherin zufolge bei 1,1.

Diese Werte wollte Anja Gläser von der Polizeidirektion Hannover auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE zunächst nicht bestätigen. Sie erklärte jedoch, dass bereits ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden sei. Die Laborergebnisse einer in Auftrag gegebenen Blutuntersuchung würden im Laufe des Tages vorliegen. Käßmanns Führerschein sei eingezogen worden.

"Ich bin über mich selbst erschrocken"


"Uns liegt der Vorgang bisher nicht vor", sagte Pressesprecher Jürgen Lendeckel von der Staatsanwaltschaft Hannover SPIEGEL ONLINE. Generell gelte aber: "Der Promillewert von 1,1 ist ein Schwellenwert. Alles, was darüber liegt, bedeutet eine absolute Fahruntüchtigkeit und wird strafrechtlich verfolgt."

"Ich bin über mich selbst erschrocken, dass ich einen so schlimmen Fehler gemacht habe", zitiert die "Bild"-Zeitung die EKD-Ratsvorsitzende. "Mir ist bewusst, wie gefährlich und unverantwortlich Alkohol am Steuer ist. Den rechtlichen Konsequenzen werde ich mich selbstverständlich stellen."

Pressesprecherin Silke Römhild von der Evangelischen Kirche Deutschlands bestätigte gegenüber SPIEGEL ONLINE den Bericht der "Bild"-Zeitung. "Das Statement von Frau Käßmann ist korrekt zitiert worden", sagte sie. Darüber hinaus wolle sich die EKD zu dem Vorfall derzeit nicht äußern, so Römhild.

 

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