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Udo Lindenbergs Konzert im Ostberliner Palast der Republik 1983 ist legendär. Die Spionagegeschichte der Stasi dahinter aber kennt kaum jemand. TV-Moderator Reinhold Beckmann begleitete Lindenberg damals als Tonassistent eines Kamerateams.

Mit Falko Korth rekonstruiert er, wie die DDR versuchte, den Panik-Rocker in Zaum zu halten. Als Udo Lindenberg 1975 seinen Song "Rock-Arena in Jena" veröffentlicht und darin von einem Rockkonzert in der DDR träumt, ahnen die Funktionäre im Osten bereits, dass dieser Panik-Rocker ihnen mit seinen Liedern das Leben schwermachen wird.

Die Staatssicherheit protokolliert penibel. Seit drei Jahren existiert schon eine "Akte Lindenberg": Jede Ein- und Ausreise wird registriert, jede Äußerung wird festgehalten. Die Lindenberg-Fangemeinde im Osten wird jedoch stetig größer. Und angesichts der Anfang der 80er Jahre aufkommenden Friedensbewegung, dem Protest gegen die Stationierung von Atomraketen in West und Ost, ist politisch vieles in Bewegung geraten. Tatsächlich eröffnet sich im Sommer 1983 eine Möglichkeit, mit den sonst so starrköpfigen SED-Genossen ins Gespräch zu kommen. FDJ-Chef Egon Krenz lädt Udo Lindenberg ein, im Rahmen eines FDJ-Friedenskonzertes im Palast der Republik in Ostberlin vier seiner Lieder zu spielen. (Senderinfo)

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