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Das IPv6-Protokoll wird kommen. Für die DSL-Kunden der Deutschen Telekom ist es spätestens Ende nächsten Jahres so weit. IPv6 wird noch viele Jahre zusammen mit IPv4 angeboten werden. Wer jedoch neue Möglichkeiten nutzen möchte, kommt an IPv6 nicht vorbei.

Das betrifft vor allem die direkte Kommunikation zwischen Endbenutzern. Auch Anwendungen, die nur sehr umständlich oder langsam über NAT genutzt werden können, dürften in Zukunft ausschließlich über IPv6 funktionieren. Niemand wird sich mehr die Mühe machen, IPv4-NAT-Kompatibilitätscode zu entwickeln.

Man sollte sich daher langsam mit dem neuen Protokoll vertraut machen. Grundsätzlich ist eine automatische Konfiguration noch einfacher als mit IPv4, da nicht einmal ein DHCP-Server benötigt wird. DHCPv6 kommt nur bei komplexen Konfigurationen zum Einsatz. Wer einen IPv6-fähigen DSL- oder Kabelrouter anschafft, muss nicht viel einstellen.

Trotzdem gibt es einige Besonderheiten, die man wissen sollte: So hat Windows die Privacy Extensions nach RFC 4941 standardmäßig eingeschaltet, was weniger zu "Privacy", aber dafür zu umso mehr Problemen führt. Unter Linux ist es in der Regel erforderlich, einen RDNSS-Client-Daemon zu installieren, wenn man seinen DNS-Server automatisch zugewiesen haben möchte.

Außerdem sollte man sich den neuen Adressen vertraut machen. Es ist wichtig zu wissen, wie eine IPv6-Adresse aufgebaut ist, und was der Unterschied zwischen öffentlichen, privaten und linklokalen IP-Adressen ist.

Nur wer über das ausreichende Basiswissen verfügt, kann bei Problemen schnell reagieren, etwa wenn der Windows-Befehl ipconfig die private IPv6-Adresse fd29:439a:9391:98ec:201:10ff:fe93:45c anstelle einer öffentlichen anzeigt.

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