Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Zwei Monate ist es nun her, dass zum letzten Mal Öl aus dem defekten Bohrloch am Golf von Mexiko ausgetreten ist. Doch die Gefahr, dass die Quelle wieder aufbricht, bestand weiterhin. Nun wurde durch eine erfolgreiche Entlastungsbohrung der erste Schritt zur endgültigen Versiegelung vollzogen.

Die Entlastungsbohrung habe die alte Bohrleitung in mehr als 4500 Metern Tiefe nun tatsächlich erreicht, so der US-Beauftragten für die Öl-Katastrophe. Mitte Mai hatte BP mit der Bohrung begonnen. Am Wochenende sollen jetzt schwerer Schlamm und Zement in die alte Bohrleitung gepumpt werden, um dieBohrinsel Ölquelle ein für alle mal zu verschließen. Das ist die sogenannte "Bottom Kill"-Methode.

Weltweit größte Ölkatastrophe

Aus dem defekten Bohrloch tritt bereits seit Mitte Juli kein Öl mehr aus. Zuvor waren fast 800 Millionen Liter Rohöl in den Golf von Mexiko geflossen. Es ist die welweit größte Ölpest, die es je gab. In der Golfregion sind immer noch knapp 26.000 Menschen mit der Bekämpfung und der Beseitigung des Öls beschäftigt, auch 2.700 Schiffe sind in Aktion. Nach wie vor sind Küstenabschnitte von der Ölpest betroffen: 170 Kilometer stark und 800 Kilometer leicht. Die am stärksten betroffene Küste ist die von Lousiana.

Vor fünf Monaten war die Tiefseebohrinsel Deepwater Horizon explodiert, elf Männer kamen dabei ums Leben. Der Mineralölkonzern BP streitet mit den Unternehmen Transocean und Halliburton über die Schuldfrage. Denn danach entscheidet sich, wer für die Milliardenbeträge aufkommen muss, die die Entschädigungen, Aufräumarbeiten und Strafzahlungen kosten.

 

SeitenURL :
Qr Code