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Der frühere DTSB-Vizepräsident Thomas Köhler hat als erster DDR-Sportfunktionär flächendeckendes Doping in der DDR eingestanden.

Fast 20 Jahre nach der Wiedervereinigung hat Thomas Köhler als erster hoher DDR-Sportfunktionär flächendeckendes Staatsdoping zugegeben und selbst Kinder-Doping im Schwimmen eingestanden. In seinem Buch „Zwei Seiten der Medaille“ (Verlag Das Neue Berlin) bricht der frühere zweite Mann des DDR-Sports sein Schweigen. Der 70-Jährige widmet dem Dopingproblem in seinem Buch 20 von insgesamt 232 Seiten.

„Wenn die DDR weiterhin im internationalen Sportgeschehen erfolgreich mithalten wollte, blieb nichts weiter übrig, als den Einsatz von Dopingmitteln zu gestatten“, schreibt der 70-jährige Rodel-Olympiasieger und ehemalige Vizepräsident des Deutschen Turn- und Sportbundes (DTSB). Auch unterstellt Köhler Top-Athleten eine Mitwisserschaft. „Alle Mittel wurden im Einvernehmen mit dem Sportler verabreicht“, behauptet er.

Der Sportfunktionär räumt auch ein, dass sogar Minderjährige gedopt wurden. „Wenn Sportler bereits ab dem 16. Lebensjahr beteiligt wurden, geschah das vor allem unter Beachtung ihres biologischen Reifegrades.“ Dies sei vor allem im Schwimmen passiert. Inzwischen habe sich gezeigt, dass sogar noch jüngere Sportler gedopt wurden.

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