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Was bedeutet das für die Sportwetten?

Nach einer Studie haben die Deutschen im vergangenen Jahr 7,8 Millionen Euro auf Sportveranstaltungen verwettet, davon die Hälfte online. Bisher mussten beliebte Anbieter wie Bwin den Umweg über das Ausland nehmen, denn in Deutschland konnte bislang nur der staatliche Anbieter Oddset Sportwetten anbieten. Die Quoten blieben – auch wegen der Lotteriesteuer von gut 16 Prozent und den Abgaben an die Bundesländer von 20 Prozent – im Vergleich zu den privaten Firmen gering. Und so sank der Jahresumsatz von Oddset von 600 Millionen zuletzt auf 230 Millionen Euro. Zusammen mit den 250 Millionen Euro für Pferdewetten war dies der bislang einzig staatlich kontrollierte Wettmarkt. Der große Rest galt als illegal. Wettbüros waren nach dem Glücksspielstaatsvertrag von 2008 von der Schließung bedroht. Wettanbieter, die viele Fans online nutzten, durften nicht in Bundesligastadien werben. Und manche Anbieter versuchten sich mit alten DDR-Lizenzen durchzumogeln. Nun sind private Sportwetten legal. Die privaten Wettanbieter sehen das Urteil als historische Chance. „Endlich kann das Glücksspiel zeitgemäß reguliert werden“, sagt Jörg Wacker, Deutschland-Chef von Bwin, auf Nachfrage. Wie andere Firmen will der in Österreich ansässige Anbieter nach Deutschland zurückkehren. Wacker sagt: „Wir wollen ja besteuert werden.“

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