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Welche Folgen hat das für den Sport?

Glaubt man einigen Landessportbünden, handelt es sich um nicht weniger als eine Katastrophe. „Wenn der Markt liberalisiert wird, fehlen dem Sport auf einen Schlag 500 Millionen Euro“, rechnet Norbert Skowronek vom Berliner Landessportbund vor. Denn zu 80 Prozent finanziert sich der Breitensport aus Sportwetten und Lotterien. Die Einnahmen sind allerdings zuletzt zurückgegangen, da immer mehr Wetter lieber online spielten als einen Totoschein auszufüllen. Deshalb wertet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) das Urteil als „Meilenstein“. Schließlich könne laut Urteilsbegründung der Staat durchaus ein Monopol auf Lotterien erhalten, der Markt bei Sportwetten müsse aber geöffnet werden. Der Breitensport müsse von den Lizenzeinnahmen profitieren, fordert DOSB-Generaldirektor Michael Vesper. „Die Finanzierung des Sports muss voll und ganz erhalten bleiben“, sagte Vesper. Skowronek ist anderer Meinung: „Die Basis des Sports braucht ein einheitliches Wettmonopol.“ Ansonsten würde Geld, das aus Lottomitteln derzeit an Sportvereine, Kulturprojekte oder den Berliner Zoo fließe, fehlen – denn die Wettanbieter könnten ja auch im Ausland bleiben.

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