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Mit ihrer Forderung, Kruzifixe in Schulen zu verbieten, hatte sie in den vergangenen Tagen für viel Aufregung gesorgt. Jetzt wurde Aygül Özkan von CDU und FDP einstimmig zur ersten muslimischen Ministerin Deutschlands gewählt. Özkan schloss ihren Eid mit den Worten "So wahr mir Gott helfe" ab.

 

 

Die türkisch-stämmige CDU-Politikerin Aygül Özkan ist ungeachtet ihrer Äußerungen über eine Kruxifix-Verbot an Schulen zur neuen niedersächsischen Ministerin für Soziales und Integration gewählt worden. Sie ist damit die Nachfolgerin von Mechthild Ross-Luttmann (CDU).

Im Landtag von Hannover stimmten die Koalitionsfraktionen von CDU und FDP einmütig für die 38-jährige Juristin. Damit ist Özkan die erste Muslimin, die in Deutschland ein Ministeramt bekleidet.

Bei ihrer Vereidigung in Niedersachsen bezog sie sich auf Gott . Wie die drei anderen neuen CDU-Minister der Landesregierung von Christian Wulff (CDU) sprach auch die 38-jährige Muslimin Aygül Özkan die religiöse Formel "So wahr mir Gott helfe“.

In einer Erklärung des Ministeriums hieß es, Özkan berufe sich als gläubige Muslimin „ausdrücklich auf den einen und einzigen Gott“, der dem Judentum, dem Christentum und dem Islam gemeinsam sei. Sie habe sich bewusst für die CDU als politische Heimat entschieden, deren Werten sie sich verpflichtet fühle.

Der niedersächsische Landtag billigte ebenfalls einstimmig die Ernennung der bisherigen Brandenburger CDU-Landtagsfraktionschefin Johanna Wanka zur neuen Wissenschaftsministerin und die Übernahme der Ressorts Kultur und Landwirtschaft durch die CDU-Politiker Bernd Althusmann und Astrid Grotelüschen. Im Anschluss wurden die neuen Minister vereidigt.

Özkan hatte sich in einem Interview für ein Kruzifix-Verbot in öffentlichen Schulen ausgesprochen und damit in ihrer eigenen Partei für heftige Kritik gesorgt.

Am Montag nahm die aus Hamburg stammende Politikerin ihre Äußerungen in einer Sitzung der CDU-Landtagsfraktion zurück. Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) erklärte damit den Streit für beendet.

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