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Weil einer Schülerin zwei Euro für die Fahrkarte fehlten, hat eine Schaffnerin der Deutschen Bahn die 16-Jährige bei eisiger Kälte auf dem bereits geschlossenen Bahnhof in Königs Wusterhausen zurückgelassen.

 

Das Mädchen wollte ein Ticket für 5,10 Euro lösen, die Schaffnerin verlangte aber 7,10 Euro - doch so viel Geld hatte die Schülerin nicht dabei, bestätigte ein Bahnsprecher am Donnerstag einen Bericht der "Märkischen Allgemeinen“. Die Zugbegleiterin ließ sich nicht erweichen und warf das Mädchen in der Nacht zum Mittwoch kurz vor 22.00 Uhr aus der Bahn. "Dieses Vorgehen ist völlig inakzeptabel“, betonte der Sprecher.

Das Mädchen musste in der laut Deutschem Wetterdienst bisher kältesten Nacht des Jahres - um Mitternacht herrschten in der Region minus 19 Grad - bei bereits geschlossenem Bahnhof rund eine Stunde ausharren, bis sie abgeholt werden konnte. "Wir haben keinen Anlass, an den Aussagen des Mädchens zu zweifeln, wir müssen aber noch die Kollegin hören“, sagte der Bahnsprecher. Sollte sich der Vorfall so bestätigen, drohen der Frau arbeitsrechtliche Konsequenzen.

Bereits mehrfach hatten ähnliche Fälle in Deutschland für Empörung gesorgt. Daraufhin erklärte die Deutsche Bahn Ende 2009, ihre Zugbegleiter müssten sich künftig schriftlich dazu verpflichten, Minderjährige unter keinen Umständen aus Zügen zu verweisen. "Dies gilt nach wie vor“, betonte der Bahnsprecher.

 

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