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Studenten halten Hörsäle besetzt.

Aus Protest gegen die derzeitigen Studienbedingungen halten Studenten mehrerer Universitäten in NRW Hörsäle besetzt. Betroffen sind nach Angaben des Landes-ASten-Treffens die Universitäten Bielefeld und Duisburg-Essen sowie die Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach.

An der Hochschule Duisburg-Essen begann die Besetzung der beiden Audimax-Hörsäle bereits am Dienstagmittag nach einer Vollversammlung des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA). Etwa 200 bis 300 Studenten beteiligen sich an den jeweiligen Standorten an den Aktionen, wie eine Sprecherin der Pressestelle mitteilte.

Rektor Ulrich Radtke diskutierte am Mittwoch mit den Studenten. Ihre Forderung nach einer Abschaffung der Studiengebühren bezeichnete er als "kontraproduktiv". Dennoch bestehe in vielen Kritikpunkten Einigkeit zwischen Rektorat und protestieren Studenten. Derzeit duldet die Uni-Leitung den Bildungsstreik noch, fordert von den Studenten aber, ihre Aktion bis Freitagabend 18 Uhr zu beenden.

An der Universität Bielefeld war es am Mittwochnachmittag nach einer Diskussionsveranstaltung zu einer Besetzung des Audimax gekommen. Rund 100 Studenten beteiligten sich an der Besetzung des Hörsaals, wie die Pressestelle der Hochschule mitteilte.

Nach Angaben der Uni hatte Rektor Gerhard Sagerer bereits am Mittwochabend die Protestierenden besucht und mit ihnen gesprochen. Er sagte eine Diskussion um die Verbesserung des Studienbetriebes zu, verlangte aber zugleich, die Besetzung zu beenden. Dennoch übernachteten rund 60 Studenten in dem Hörsaal.

Am Donnerstagmorgen besuchten Sagerer und weitere Vertreter der Hochschulleitung die Studenten und forderten eine Liste mit konkreten Forderungen. Weil diese nicht vorgelegt werden konnte, forderte der Rektor die Protestierenden auf, den Hörsaal zu räumen und einen reibungslosen Lehrbetrieb zu ermöglichen. Dieser Forderung kamen die Studenten nicht nach.

Unterstützung kam von den Grünen im Landtag. Bei den Beratungen zum Haushalt 2010 wolle man die Abschaffung der Studiengebühren beantragen, sagte die Grünen-Hochschulexpertin Ruth Seidl. 2006 hatte die CDU/FDP-Landesregierung ein Gesetz beschlossen, wonach die staatlichen Universitäten und Fachhochschulen in NRW Studiengebühren erheben dürfen. 31 von 36 staatlichen Hochschulen erheben derzeit Beiträge von zumeist 500 Euro pro Semester.

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