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Der russische Gaslieferstopp über die Ukraine sorgt in vielen südosteuropäischen Staaten für Unruhe. Während die Vorräten in vielen Länder noch für mindestens einen Monat reichen, hieß es in Kroatien, die Lage sei "ungewiss".

PipelineverlaufTemperaturen deutlich im Minusbereich lassen die Menschen in vielen Staaten Südosteuropas in diesen Tagen besonders frieren. Umso größer ist die Sorge etwa in Bulgarien angesichts der jüngsten Meldungen der staatlichen Gasgesellschaft Bulgargas, wonach seit gestern kein Gas mehr aus Russland an den Balkanstaat geliefert werde. Die in Bulgarien für Notfälle gelagerten Gasvorräte reichen angeblich für etwa einen Monat.

Betroffen sein von dem Lieferstopp soll außerdem auch das Nachbarland Mazedonien. Aus Skopje gibt es allerdings noch keine offizielle Bestätigung.

Hingegen meldete vor kurzem in Kroatien das staatliche Fernsehen, dass die Gaslieferungen aus Russland ebenfalls seit gestern ausbleiben würden. Der kroatische Gasversorger Ina rief die Verbraucher zum Sparen auf, da die Lage - so wörtlich - "ernst und ungewiss" sei.

Auch Rumänien bekommt die Gasverknappung aus Russland massiv zu spüren. Nur noch ein Drittel der üblichen Menge von russischem Erdgas kommt seit gestern an. Die Zufuhr über die Hauptpipeline im Osten des Landes sei völlig zum Erliegen gekommen, erklärte die Gasverteilerfirma Transgaz. Die rumänische Bevölkerung bekommt die Ausfälle vorerst nicht zu spüren. Lediglich industrielle Großverbraucher wurden aufgefordert, nicht mehr als die ihnen üblicherweise zustehende Gasmenge zu verbrauchen.

Von der drastischen Lieferkürzung aus Russland betroffen ist auch Österreich. Nach Angaben des Energiekonzerns OMV kommen seit gestern nur noch rund zehn Prozent der normalen Mengen an russischem Gas in der Alpenrepublik an.

Seit 10.00 Uhr tagt deshalb in Wien bereits ein Krisenstab in der Regulierungsbehörde E-Control. Auch die OMV betont allerdings, dass trotz der Liefereinschränkungen die Versorgung aller Kunden bis auf weiteres gewährleistet sei. Die eingelagerten Gas-Vorräte würden - selbst bei einem totalen Lieferstopp - mindestens für drei Monate ausreichen.

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