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"Wir werden uns anstrengen müssen. Aber ich habe Zuversicht, dass wir die Herausforderung meistern werden", sagte der Präsident laut am Dienstag vorab verbreitetem Redetext. Die Reformen der vergangenen Jahre und die "neue Bereitschaft zum Miteinander in den Betrieben" hätten das Land gestärkt für die Aufgaben, "die vor uns liegen".

"Kluge und besonnene Reaktion"

In der Finanzkrise sei unvorstellbar viel Geld verspielt worden, kritisierte Köhler. Viele hätten Angst um ihr Erspartes und fürchteten um ihren Arbeitsplatz. Es sei richtig, dass der Staat entschlossen handle, um die Betriebe zu schützen und um Arbeit und Einkommen der Menschen zu sichern. "Unser Land, seine Bürger und die Politik haben klug und besonnen reagiert."

Mit gemeinsamen Anstrengungen kann die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise überwunden werden: Diese Überzeugung äußert Bundespräsident Horst Köhler in seiner Weihnachtsansprache. Nötig sei ein Kraftakt - dann könne die Krise zur Chance werden.

Köhler rief zu Anstand, Bescheidenheit und Maß auf. Glaubwürdigkeit bringe das Vertrauen zurück. "Es ist das Band, das unsere Gesellschaft zusammenhält." Optimistisch stimme ihn der Ideenreichtum, die Tatkraft und die Gelassenheit, die er überall im Lande erlebe. "Wir sind gewappnet durch die vielen tüchtigen Menschen, die unsere Gemeinschaft tragen: gut ausgebildete, motivierte Arbeitnehmer, ideenreiche, mutige Unternehmer und Millionen von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die gestalten und anpacken und füreinander einstehen. Das kann uns allen Mut machen", meinte Köhler und appellierte: "Es liegt wirklich an uns selbst. Schöpfen wir die Kraft aus unseren Möglichkeiten."

"Bessere Wirtschaftsordnung möglich"

In der Krise sehe er auch eine Chance, erklärte der Präsident. Die Zusammenarbeit zwischen den Völkern könne verbessert werden. Zudem bestehe die Chance für eine bessere Ordnung von Wirtschaft und Finanzen, in der das Kapital allen zu Diensten sei und sich niemand davon beherrscht fühlen müsse. "Wenn wir dafür arbeiten, dann macht uns diese Krise stärker."

Das Staatsoberhaupt dankte zudem den im Ausland tätigen Bundeswehrsoldaten. "Sie dienen dem Frieden, unter Einsatz von Leib und Leben", sagte er laut Redemanuskript.

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