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Der Düsseldorfer Oberbürgermeister Joachim Erwin (CDU) ist tot.

 

Wie die Stadtverwaltung mitteilte, starb Erwin in der Nacht zum Dienstag in einem Krankenhaus an den Folgen einer langen und schweren Krebserkrankung. Der 58-Jährige hinterlässt eine Ehefrau und zwei Kinder. 

 

Erwin war seit 1999 Oberbürgermeister der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt und zudem seit 2005 stellvertretender Präsident des Deutschen Städtetages.

Die Stadt erklärte, bis zuletzt habe Erwins ganzer Einsatz seinem Amt und damit dem Wohl der Düsseldorfer Bürger gegolten. Mit seinem Namen untrennbar verbunden sei die Entschuldung der Stadt. Auch Stadtdirektor Helmut Rattenhuber würdigte den Einsatz Erwins, der viel für Düsseldorf geleistet habe. "Trotz seiner schweren Krankheit hat er sich aufopferungsvoll für unsere Stadt engagiert", sagte Rattenhuber. "Er bleibt damit für uns ein großes Vorbild."

Mit großer Trauer hat Landtagspräsidentin Regina van Dinther auf die Nachricht vom Tode des Düsseldorfer Oberbürgermeisters Joachim Erwin reagiert. "Joachim Erwin hat viele Aufgaben erfolgreich angepackt. Er hat die Landeshauptstadt Düsseldorf attraktiver gemacht und von Schulden befreit. Joachim Erwin wird uns fehlen, wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren."

Der 1949 in Thüringen geborene Erwin war 1952 mit seiner Familie zunächst nach Wuppertal und 1960 weiter nach Düsseldorf gezogen. Er studierte Jura, Sport und Hispanistik. Nach dem Referendardienst, einem Lehrauftrag an der Bochumer Ruhr-Universität und bestandenen Examen arbeitete er als Anwalt in Düsseldorf.

Gegen SPD-Amtsinhaberin zum OB gewählt

Seine politische Laufbahn begann Erwin 1967 mit dem Eintritt in die CDU. Von 1975 bis 1988 war er Mitglied des Düsseldorfer Stadtrats, wechselte bis 1990 in den Landtag und wurde 1994 erneut in den Stadtrat gewählt. 1999 setzte sich Erwin gegen die SPD-Amtsinhaberin Marlies Smeets als Oberbürgermeister der Rheinmetropole durch - fünf Jahre später wurde er bereits im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit wiedergewählt.

Erwin war bereits 2003 an Darmkrebs erkrankt und unterzog sich eine jahrelangen leichten Chemotherapie, ohne jedoch seine Arbeit an der Spitze der Stadt zu unterbrechen. Der Termin der Beerdigung soll noch bekanntgegeben werden. Bis dahin sei an allen städtischen Gebäuden Trauerbeflaggung angeordnet, erklärte die Stadt. Bis zum Amtsantritt eines neuen Oberbürgermeisters soll Stadtdirektor Rattenhuber die Amtsgeschäfte führen.

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