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In Deutschland könnten einer Studie zufolge bis zum Jahr 2020 Millionen von Arbeitskräften fehlen. 

Das Land steuere "auf einen bedrohlichen Engpass am Arbeitsmarkt zu", heißt es in der Zukunftsstudie Deutschland 2020 der Unternehmensberatung McKinsey, aus der die "Welt" zitiert. Der Arbeitskräftemangel, die zu geringe Zahl von Hochschulabsolventen und der Mangel an Ingenieuren seien "sicher" das größte Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung, sagte der Deutschland-Chef von McKinsey, Frank Mattern, der Zeitung.

McKinsey geht in der Studie von zwei Szenarien aus. Wächst die Wirtschaft in Deutschland jährlich um drei Prozent, dann würden 6,1 Millionen Arbeitskräfte fehlen. Wächst sie um 1,7 Prozent jährlich, müssten 2,5 Millionen offene Stellen besetzt werden. Die Regierung rechnet für 2008 mit einem Wachstum von 1,7 Prozent, für 2009 nur von 1,2 Prozent.

Um dem prognostizierten Arbeitskräftemangel vorzubeugen, schlägt McKinsey vor, die Frauenerwerbsquote zu erhöhen sowie mehr Ältere und Jüngere in die Arbeitswelt "einzubinden". Deutlich mehr junge Menschen müssten einen Hochschulabschluss erwerben. "Wir haben in Deutschland etwa 20 Prozent Hochschulabsolventen in einem Jahrgang und bräuchten vermutlich 40 Prozent", sagte Mattern.

Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Georg Ludwig Braun, sagte, es sei nicht akzeptabel, dass Deutschland sich immer noch so viele Schul- und Studienabbrecher sowie Menschen ohne Ausbildung leiste. Der Chef des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts, Thomas Straubhaar, forderte: "Wir müssen unsere stille Reserve nutzen." Es gebe "Millionen" Frauen, Ältere und Migranten mit hervorragender Qualifikation. Zudem seien die Unternehmen gefordert: Sie müssten mehr Betriebskindergärten gründen und Elternzeit sowie Heimarbeit ermöglichen. 

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