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Der Euro ist am Mittwoch erstmals über die Marke von 1,55 Dollar gestiegen - ein weiterer Rekordstand der Gemeinschaftswährung.

 

Als Gründe für den erneuten Anstieg nannten Experten robuste Konjunkturdaten und die Erwartung stabiler Zinsen in der Euro-Zone. Auch die anhaltenden Bedenken, in den USA könne es zu einer Rezession kommen, trieben die Währung nach oben. Seit Ausbruch der US-Immobilienkrise im vergangenen Sommer ist der Euro beinahme unaufhaltsam gestiegen.

 

Eine milliardenschwere Dollar-Finanzspritze mehrerer wichtiger Notenbanken verpuffte damit bereits innerhalb eines Tages. Gestern hatte allein die US-Notenbank 200 Milliarden Dollar zusätzlich zur Verfügung gestellt, um den Geldmarkt zu entspannen und eine Kreditklemme zu vermeiden. Das hatte den Dollar jedoch nur kurzzeitig stärken können.

Exporte könnten erstmals die Billionen-Grenze knacken

Befürchtungen, der anhaltende Höhenflug des Euros könnte dem deutschen Export schaden, haben sich bislang noch nicht bestätigt. Im Gegenteil: Anfang der Woche hatte das Bundesamt für Statistik die Export-Zahlen für den Monat Januar bekanntgegeben. Demnach stiegen die Ausfuhren zu Jahresbeginn um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und damit so stark wie seit Monaten nicht mehr.

Die deutschen Exporteure rechnen zudem damit, dass die Exporte in diesem Jahr erstmals die Marke von einer Billion Euro überschreiten werden. Der Bundesverband des Groß- und Außenhandels (BGA) erwartet, dass sich das Wachstum von 8,5 Prozent auf rund fünf Prozent verlangsamen und am Ende des Jahres die Marke von 1017,5 Milliarden Dollar wird. Zwar werde der starke Euro die Exporte in die USA weiter belasten, allerdings werde der Einkauf von Vorprodukten billiger, sagte BGA-Präsident Anton Börner. Zum Jahresende erwarte der Verband eine leichte Entspannung und einen Euro, der sich zwischen 1,40 und 1,50 Euro einpendele.

Trichet besorgt

Besorgt über die Entwicklung des Euro äußerte sich der Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet. Er sei beunruhigt über die exzessiven Bewegungen der Währungen, sagte er nach einem Treffen mit Zentralbankgouverneuren und den Chefs der Währungsbehörden verschiedener arabischer Staaten. Seine frühere Formulierung, wonach "brutale" Bewegungen der Währungen nicht willkommen seien, wollte Trichet nicht wiederhole

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