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Die Deutsche Bank gehört nach Einschätzung der Branchenaufseher im Falles eines Zusammenbruchs zu den vier gefährlichsten Instituten für das weltweite Finanzsystem. Das ergibt sich aus der aktualisierten Liste der systemrelevanten Banken, die der Finanzstabilitätsrat (FSB) am Abend veröffentlichte.

Darin wird das größte deutsche Geldhaus gemeinsam mit der britischen HSBC und US-Banken Citigroup und JP Morgan Chase in die höchste Kategorie eingestuft. Alle vier Institute betreiben parallel Investmentbanking und Privatkundengeschäft. Die Einstufung hat für die Deutsche Bank eine konkreteCommerzbank Folge: Sie muss in den nächsten Jahren einen besonders hohen Risikozuschlag von 2,5 Prozent bei den Eigenkapitalvorgaben aufbringen, um sich wirksamer gegen mögliche Finanzprobleme zu wappnen.

28 Banken systemrelevant

Insgesamt stufte der FSB diesmal 28 Banken als weltweit systemrelevant ein. Das ist eine weniger als vor einem Jahr. Neu in der Liste sind die spanische BBVA und die britische Standard Chartered. Nicht mehr aufgeführt wird neben der britischen Lloyds Bank und der zerschlagenen belgisch-französischen Dexia auch die Commerzbank, die ihre Bilanzsumme und die Risiken stark reduziert hat. Sie gilt aber als "national systemrelevant" und dürfte deshalb von den deutschen und europäischen Aufsehern mit härteren Auflagen bedacht werden.

Als Lehre aus der Finanzkrise müssen alle Großbanken in den kommenden Jahren ein Kapitalpolster von sieben Prozent ihrer Bilanzrisiken aufbauen. Von allen systemrelevanten Banken werden höhere Quoten verlangt. Der zusätzliche Puffer liegt zwischen 1,0 und 2,5 Prozent - je nach Einteilung in einer von vier Gruppen. Grundlage der Einstufung als systemrelevantes Institut sind Kriterien wie Größe und Vernetztheit im internationalen Finanzsystem.

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