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Der Wirtschafts-Sachverständigenrat der Bundesregierung hat seine Wachstumsprognose für 2008 abermals gesenkt.

Inwischen geht das Expertengremium von einem Zuwachs in Höhe von 1,7 Prozent aus, nachdem ursprünglich 1,9 Prozent angesetzt waren.

Als Begründung für die korrigierte Prognose nannte Sachverständigenrats-Mitglied Peter Bofinger unserer Redaktion das schwächer als erwartet verlaufene vierte Quartal 2007. Der Wirtschaftsweise. verwies auf "deutlich gestiegene Konjunkturrisiken" vor allem aufgrund des starken Euro: "Die Rendite von BMW sinkt von 25 auf 10 Prozent, wenn der Dollar wie jetzt rund 1,50 Euro statt 1,30 Euro kostet."

Zur Vermeidung einer weltweiten Konjunkturflaute forderte der Wirtschaftsweise "eine internationale Kooperation der Länder mit hohen Leistungsbilanzüberschüssen und teilweise riesigen Devisenreserven" mit Staaten wie Deutschland, Japan, Russland, China und den Ölexporteuren. "Diese Länder haben in den letzten Jahren von der Verschuldungsbereitschaft vor allem der USA profitiert. Es liegt jetzt bei ihnen, durch einen stärkeren privaten Verbrauch sowie im Fall Chinas und Russlands durch massive Investitionen in den Umweltschutz und die Infrastruktur die Weltkonjunktur am Laufen zu halten."

Auch bei der Wechselkurspolitik sei eine enge internationale Zusammenarbeit gefordert, was auch Interventionen der Europäischen Zentralbank einschließe, so der Würzburger Ökonom.

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