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Siemens, BMW, Henkel: Binnen kurzer Zeit verkünden deutsche Großkonzerne den Abbau Tausender Stellen. Was dahinter steckt.

 

Henkel nannte am Mittwoch unter anderem den steigenden Kostendruck als Grund für den geplanten Abbau von 3000 Stellen. Die Maßnahme solle in den kommenden drei Jahren sozialverträglich gestaltet werden. Mit einem Programm zur Effizienzsteigerung wolle Henkel „aus einer Position der Stärke die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens“ sichern, sagte Konzernchef Ulrich Lehner. Ab 2011 verspricht sich der Düsseldorfer Konzern demnach von dem Programm Einsparungen von jährlich rund 150 Millionen Euro.

 

Weltweit beschäftigt Henkel derzeit rund 53 000 Mitarbeiter. Der Konzern setzte in seinen Geschäftsfeldern Wasch- und Reinigungsmittel, Kosmetik und Körperpflege sowie Klebstoff und Technologien im vergangenen Jahr 13,07 Milliarden Euro um, das war ein Plus von 2,6 Prozent. Den Gewinn steigerte der Hersteller von Persil und Pattex um acht Prozent auf 941 Millionen Euro.

BMW streicht 8100 Jobs

BMW kündigte in München den Abbau von weltweit 8100 Stellen an. Grund ist die schwache Rendite des Automobilkonzerns im Vergleich zu Konkurrenten. Der Autobauer hatte bereits im Dezember mitgeteilt, dass er seine Personalkosten senken und Tausende Stellen abbauen werde. Am Mittwoch bestätigte das Unternehmen dann, dass weltweit rund 3100 Festangestellte und 5000 Zeitarbeitskräfte von den Jobkürzungen betroffen seien. Bei der Stammbelegschaft in Deutschland gehe es um den Abbau von 2500 Mitarbeitern, wenn möglich auf freiwilliger Basis. Bei insgesamt 80 000 Beschäftigten sei dies ein Anteil von rund drei Prozent. Reduziert werden sollen die Stellen an allen deutschen Standorten außer in Leipzig, wo nur „marginale Korrekturen“ geplant seien. Von den 5000 Zeitarbeitern habe die Hälfte das Unternehmen bereits verlassen, die andere Hälfte soll bis Ende des Jahres gehen.

BMW wolle seine Umsatzrendite bis 2012 auf acht bis zehn Prozent steigen, teilte der Konzern weiter mit. Dazu solle es Verbesserungen „auf der Kosten- wie auf der Leistungsseite“ im Umfang von sechs Milliarden Euro geben. BMW hatte 2007 einen neuen Umsatzrekord vorgelegt. Die Einnahmen stiegen um mehr als 14 Prozent auf gut 56 Milliarden Euro.

7000 Arbeitsplätze bei Siemens bedroht

Zuvor hatte Siemens angekündigt, weltweit fast 7000 Arbeitsplätze in der Kommunikationssparte abzubauen. In Deutschland sind 3200 Siemens-Jobs betroffen.

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