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Männer, ihr könnt aufhören zu suchen. Ein Italiener hat die Zentrale der Lust entdeckt - leider nur bei jeder dritten Frau.

Jahrzehntelang hielten Männer ihn für einen Mythos. Nicht selten gar für einen unbekannten Gegner, der es schaffte, die Frau über alle Maßen zu beglücken - wenn man wusste, wo er sich versteckte: der sogenannte G-Punkt. Benannt wurde das weibliche Lustzentrum nach dem Arzt Ernst Gräfenberg, der die Stelle erstmals 1950 in einem Artikel als "erogene Zone" beschreibt.

Ein italienischer Wissenschaftler hat die bislang verborgene Körperstelle nun punktgenau geortet - mit Hilfe eines gewöhnlichen Ultraschallgerätes. Emmanuele Jannini und seine Mitarbeiter konnten auf diese Art nicht nur feststellen, wo genau sich der G-Punkt befindet, sondern haben auch noch eine andere interessante Entdeckung gemacht: Nur jede dritte Frau ist angeblich von Geburt an mit einem solchen gesegnet.

Diese Frauen sind in der Lage, ohne Stimulierung der Klitoris zum Orgasmus zu gelangen, weil ein Teil des Gewebes zwischen Vagina und Harnröhre verdickt ist. Die Stelle befindet sich am Ende des ersten Drittels der Vagina und zeigt nach vorne in Richtung Bauchhöhle. Bisher vermutete man diese hocherogene Zone im vorderen Bereich.

Haben wir nicht alle ein bisschen Orgasmus-Potential?

Die amerikanische Forscherin Beverly Whipple, die seit Jahrzehnten die weibliche Orgasmusfähigkeit erforscht, zeigte sich von der Studie überrascht und äußerte Vorbehalte. Ihrer Ansicht nach weisen alle Frauen in diesem Bereich eine erhöhte Empfindlichkeit auf. So gesehen besitzen alle Frauen die Voraussetzung, einen vaginalen Orgasmus zu erleben - oder zumindest eine starke Erregung.

Whipple ist der Meinung, die italienischen Wissenschaftler hätten die betreffende Stelle vor der Ultraschall-Untersuchung nur durch Druck stimulieren müssen, um ein Anschwellen zu erzeugen und ihre Theorie zu beweisen.

Seit langem versuchen Forscher zu enträtseln, warum es einen Unterschied zwischen dem Empfinden von klitoralem und vaginalem Orgasmus gibt und wo die Ursache dafür liegt. Nach Ansicht von Jannini erlebe jede dritte bis vierte Frau beide Arten. 70 bis 80 Prozent dagegen gaben an, durch Penetration allein nie zum Höhepunkt zu kommen.

Jannini indes ist mit seinen Forschungsergebnissen überaus zufrieden. "Jetzt lässt sich einfach und billig feststellen, ob eine Frau einen G-Punkt hat oder nicht“, erklärt der italienische Wissenschaftler. Immerhin könnten jene Frauen, die sich fragen, warum sie noch nie einen Orgasmus hatten, die Antwort im körperlichen Bereich finden.

Klingt nach einer bequemen Lösung. Zumindest für jene Männer und Frauen, die sich niemals Gedanken darüber gemacht haben, ob es auch noch andere Möglichkeiten gäbe, einen Höhepunkt zu erlangen. Da hilft auch der Ultraschall nicht weiter.

 

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