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Knapp fünf Jahre haben Novartis und die Leverkusener um das Schutzrecht gestritten. Nun droht Bayer ein Milliardenverlust. Die beiden Verhütungsmittel Yasmin und Yaz gehören zu den umsatzstärksten Produkten des Chemiekonzerns.

Herber Rückschlag für Deutschlands größten Pharmakonzern Bayer. Das Europäische Patentamt habe das Patent für Bayers Anti-Baby-Pillen deryasmin, Bayer Produktfamilie Yasmin und Yaz aufgehoben. Das teilte das Leverkusener Unternehmen am Freitagabend mit.

Dem Konzern droht damit nach den USA auch in Europa Konkurrenz von Herstellern billiger Nachahmermedikamente. Das Verhütungsmittel ist Bayers zweitumsatzstärkstes Produkt nach dem Multiple-Sklerose-Medikament Betaferon. Bayer hat mit den Anti-Baby-Pillen 2010 Umsätze von 1,1 Mrd. Euro eingefahren.

Das Unternehmen hatte noch 2006 einen Prozess um das Patent gewonnen. Die Novartis-Tochter Hexal legte dagegen jedoch Beschwerde ein und bekam knapp fünf Jahre später vor der Beschwerdekammer des Europäischen Patentamts recht.

"Wir sind enttäuscht, dass das Europäische Patentamt unsere Rechtsauffassung nicht geteilt hat", sagte der zuständige Bayer-Manager Flemming Ornskov. "Trotz der Entscheidung der Beschwerdekammer sind wir zuversichtlich, unsere europäische Führungsposition bei der Frauengesundheit beizubehalten", sagte er weiter und verwies auf die weit fortgeschrittene Erforschung neuer Verhütungsmittel, darunter auch ein Verhütungspflaster.

Eine Bayer-Sprecherin wollte sich nicht dazu äußern, ab wann Generikahersteller in Europa Nachahmerpräparate auf den Markt bringen dürfen und welche Folgen dies für Bayer hätte. "Vor einer Entscheidung über weitere rechtliche Schritte wird das Unternehmen jetzt zunächst die Entscheidungsgründe der Behörde prüfen", teilte der Konzern lediglich mit.

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