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Nachdem Giftpflanzen in Rucola-Salat auftauchten, nehmen Plus- und Netto-Märkte Rucola bundesweit aus dem Sortiment. Das Verbraucherschutzministerium warnt vor weiteren Giftpflanzen.

RucolaNach Hinweisen auf den Fund in einem Plus-Supermarkt in Hannover-Langenhagen habe das Unternehmen aus Sicherheitsgründen sofort reagiert und sicherheitshalber Rucola aus dem Sortiment entfernt, erklärt Plus-Sprecherin Christina Stylianou.

Das rheinland-pfälzische Verbraucherschutzministerium wies aus diesem Anlass darauf hin, „dass nicht alles, was nach Früchten oder Gemüse aussieht, auch genießbar ist. Niemand sollte daher unbekannte Pflanzen oder Pflanzenteile verzehren oder solche, die einen unüblichen Geschmack haben“, heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums. Schon beim Waschen des Salats sollten Verbraucher „nicht dazu gehörende, unbekannte Pflanzenteile aussortieren“.

Für Rucola gebe es bei Plus verschiedene Lieferanten, deren Namen aber nicht veröffentlicht würden. Die betroffene Charge sei für die Region in Norddeutschland bestimmt gewesen, sagte die Plus-Sprecherin. Ein Bonner Wissenschaftler hatte eine ihm aus Hannover zugesandte Packung Rucola untersucht und darin das für den Menschen giftige Gemeine Greis- oder Kreuzkraut (Senecio vulgaris) entdeckt.

„Aus Vergiftungsfällen ist bekannt, dass die Pflanze bei Menschen und Tieren lebensbedrohliche Leberschädigungen verursachen kann“, warnt das Ministerium. Die gelb blühende Pflanze, deren Hauptblütezeit Juli bis August ist, hat nach Angaben der Experten gewöhnlich 15 bis 20 Millimeter breite Einzelblüten mit gefiederten Blütenblättern, die kräftigen Stängel sind meist rot gefärbt.

In diesem Zusammenhang warnt das Ministerium vor weiteren Giftpflanzen: Zu Wildformen zurückgekreuzte Zucchini können zu Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Nur durch den ungewöhnlich bitteren Geschmack ließen sich die Pflanzen von einer essbaren Zucchini unterscheiden. Komme es dennoch zu einer Vergiftung oder nur zum Verdacht, so empfiehlt das Ministerium, unverzüglich Rat beim Hausarzt oder bei einem Giftinformationszentrum einzuholen.

 

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